Männervesper

Jeden Monat an einem Dienstag, 19:00 Uhr,

Gewölbekeller Remter Deutschhauskirche, Schottenanger 2, Würzburg

Aktuelle Termine:
27. Juni,  25. Juli,  26. September

Schreiben Sie eine Mail ans Pfarramt  und erhalten Sie jeweils eine persönliche Einladung!

 

Idee des Männervespers: Brotzeit, Bier und interessante Fragen am offenen Feuer im Kamingewölbe

Veränderungen in der Berufswelt – Leitbilder von Vater sein –  Familie und Beruf  vereinbaren– veränderte Rollten für Männer und widersprüchliche Erwartungen
Wenige Stichworte die Veränderungen des Mann-seins im 21. Jahrhundert beschreiben.

Woran orientieren sich Männer in neuen Entwicklungen?
Mann sein ist  individuell aber auch der gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen. Fragen tun sich auf. Wir reden darüber.

Die jeweiligen Themen werden gemeinsam vereinbart.

Sagen Sie – wenn möglich – kurz Bescheid, dass Sie kommen. Dann können wir entsprechend planen.

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Rückblicke auf verschiedene Abende

Die Männervesper auf den Spuren der alten Schifffahrtswege im Mainviertel

Der Mensch – und insbesondere der Mann – lebt vom Brot. Aber nicht vom Brot allein. Deswegen gibt es in der Deutschhausgemeinde seit 1 1/2 Jahren die Institution der Männervesper. Jüngere und ältere Herren treffen sich jeden Monat einmal am Dienstag Abend im Kamingewölbe zu einer leiblichen Stärkung und diskutieren dann aktuelle  Themen, bis die Köpfe rauchen.

Schauplatz: Wasserkraftwerk

Am 20. September 2011 war wieder einmal ein Treffen anberaumt. Allerdings eines der besonderen Art: Die Deutschhaus-Männer fanden sich am späten Nachmittag vor dem Würzburger Wasserkraftwerk  am Oberen Mainkai ein. Über der Runde tafelten die Touristen, und nebenan genossen die Gäste der prominent gelegenen Gaststätte von den Balkonen die frühherbstliche Aussicht auf Fluss und Festung.

Lotse: Dirk Eujen

Die Männervesper aber stieg tief ein in die Vergangenheit der alten Schifffahrtswege im Mainviertel. Der Lotse war Herr Eujen, ein Friese und Wasserbauspezialist, den das Berufsleben nach Franken verschlagen hatte. Die Exkursion führte die Gruppe zu Geschichte und Gegenwart der Würzburger Schleusen und informierte detailliert über die Nutzung des Mains für die Energiegewinnung in Früher Neuzeit und Moderne

Blick auf die Einfahrt des Umlaufkanals in den Schifffahrtstunne

Foto Dirk Eujen

Weltpremiere: Schifffahrtstunnel

Viel Interessantes gab es da zu erfahren: 1644 hatte Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn im Main ein erstes Streichwehr zum Schutz vor feindlichen Schiffen errichten lassen. Eine Möglichkeit, dieses Hindernis zu umschiffen, bot ab 1680 der Umlaufkanal hinter der Burkarder Kirche. Teil des Kanals war auch der erste Schifffahrtstunnel der Welt, dessen Eingang noch von der Grünanlage vor dem Burkarder Tor aus zu erkennen ist.

Gewerbe: Schönfärberei

Das Wasser des Umlaufskanals nutzte auch ein sprichwörtliches Handwerk: 1798 hatte Johann Baptist Mahler im Mainviertel die „Fürstbischöfliche Schönfärberei“ gegründet. Was wurde da gefärbt? Damen-, Herren- und Kinder-Garderoben. Die Umweltverschmutzung durch das nicht geklärte Wasser dieser Schönfärberei mag man sich heute lieber nicht vorstellen.

Erfolgsgeschichte: Schleusen und Mühlen

Zum Umlaufkanal gehörte eine Schleuse. Die Schleusen wurden auch zur Energiegewinnung genutzt. Dies geschah mit den bereits im 17. Jahrhundert gebauten Mühlen. Da gab es die „Untere Mainmühle“, die „Obere Mainmühle“ und die „Kanalmühle“ am Burkarder Umlaufkanal. Heute dient die „Untere Mainmühle“ zur Energiegewinnung der speziellen Art.

Stefan W. Römmelt

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