Frauenfrühstück

Frauen aller Altersgruppen treffen sich bei Frühstück und Gespräch

- jeweils an einem Samstag im Frühjahr und Herbst von 9:00 bis 11:00 Uhr im Remter (neben der Deutschhauskirche), bez. während des Kindergartenumbaus im Pfarrsaal der kath. Gemeinde St. Burkard

-  eine Veranstaltung der Evang. Deutschhauskirchengemeinde zusammen mit dem Gemeindeteil Erlöserkirche und den kath. Gemeinden St. Burkard, St. Elisabeth und Heilig Kreuz

-  wird von einem Team katholischer und evangelischer Frauen vorbereitet und verantwortet

Das “Frühjahrs-Frauenfrühstück” beschäftigt sich mit dem Land, aus dem der jeweilige Weltgebetstag der Frauen kommt.
Im Herbst wird ein Thema, das sich besonders mit den Belangen von Frauen beschäftigt, angeboten.

Kostenbeitrag für das Frühstück:  vier Euro
Informationen und Anmeldung bitte unter:
Tel. 417894 (Büro Deutschhaus) oder
42412 (Pfarrbüro St. Burkard)

Kuala Lumpur am Fuß des Würzburger Festungsbergs
Das ökumenische Frauenfrühstück am 11. Februar 2012

Südostasiatisches Flair war am Morgen des 11. Februar 2012 im Pfarrsaal von Sankt Burkard zu spüren: Mehr als 50 evangelische und katholische Frauen verfolgten beim Frauenfrühstück gespannt die Begegnung zwischen zwei Gruppen malaysischer Frauen in Kuala Lumpur. Auch wenn es sich „nur“ um ein Rollenspiel von verkleideten Würzburgerinnen handelte – die Miniszene brachte wichtige Aspekte des traditionellen Weltgebetstags der Frauen am 2. März 2012 auf den Punkt. Sein Motto lautet: „Steht auf für Gerechtigkeit!“ Doch wieso fiel die Wahl aufgerechnet auf Malaysia als Schwerpunktland?

Grenzen der Gerechtigkeit
Den 27 Millionen Einwohner zählenden und von Malayen, Chinesen, Indern und Ureinwohnern bevölkerten, durch das Meer geteilten Staat prägen gravierende Entwicklungsdifferenzen zwischen Stadt und Land. Die erheblichen Unterschiede der jeweiligen Lebenssituation führte das zufällige Treffen von traditionell gekleideten „Landfrauen“ und modernen „Städterinnen“ in der eingangs erwähnten Szene eindrucksvoll vor. Dass die Emanzipation in dem vom Islam dominierten „Tigerstaat“ an Grenzen stößt, verdeutlichte das Gespräch der städtischen „Karrierefrauen“.

Zwischen Kuala Lumpur und tropischem Regenwald
Einen facettenreichen Einblick in das Malaysia der Gegenwart und die vielfältigen sozialen Aktivitäten der protestantischen Kirchen vermittelte die kurzweilige Powerpointpräsentation von Marion Handrick. Die Referentin berichtete anschaulich über die Höhepunkte einer zweiwöchigen, von “Mission EineWelt” aus Neuendettelsau im Sommer 2011 organisierten Frauenstudienreise nach Malaysia. 13 evangelische Frauen aus ganz Bayern hatten die Gelegenheit genutzt, sich vor Ort ein Bild von der prosperierenden Wirtschaftsmetropole Kuala Lumpur und den vernachlässigten, dennoch allmählich vom Öko-Tourismus erschlossenen Gebieten im tropischen Regenwald zu machen. Dort leben auch die Orang Asli, die Ureinwohner Malaysias.

Pastorin und Karrierefrau
Das Beispiel der ersten lutherischen Pastorin bei den Orang Asli verdeutlicht Grenzen und Chancen der christlichen Mission auf Malaysia. Obwohl der Islam in der Verfassung Malaysias als Staatsreligion festgeschrieben und Mission unter Muslimen verboten ist, konnten die Kirchen sich bisher im Bildungs- und Gesundheitswesen stark engagieren, ohne auf größere staatliche Repressionen zu stoßen. Gerade unter den Frauen der Orang Asli trägt das Engagement der lutherischen Kirche besonders schöne Früchte. Z.B. kommen Menschen mit Behinderung genauso in den Genuss von Bildung und Förderung wie kleine Kinder und Arme. Der Aufstand für Gerechtigkeit hat zumindest in Malaysia schon begonnen.

Stefan W. Römmelt

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