am 27. Februar, 19:30 Uhr
mit Prof. Christian Sappok; Sprachwissenschaftler
im Kaminzimmer des Remters.
Vor Jahrhunderten wurde das Gebiet – 8000 km vom “Mutterland” entfernt -, von Kosaken erobert und allmählich besiedelt. Im 19. Jahrhundert entstand hier das Zentrum des “Archipel Gulag”. Gold, Uran und Zinn wurden weit ins 20. Jhdt. hinein unter unmenschlichsten Bedingungen von Sträflingen abgebaut. Von unzähligen Lagern der Stalinzeit existieren nur Reste – und die Zeugnisse der Literatur, von denen einige vorgestellt werden. Geprächs- und Interviewpartner waren einfache Dorfbewohner die dort in einfachsten Verhältnissen leben und arbeiten. Auch über die ursprünglichen Einwohner, die “kleinen Völker des Hohen Nordens” wird berichtet. In unendlicher Einsamkeit lebend ringen sie der kargen Natur und klimatischen Verhältnissen mit bis zu 10 Wintermonaten, ihre Existenz ab.
